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Sommerzeit ist Beerenzeit

 

Die Blaubeere oder Heidelbeere gehört zur Familie der Heidekrautgewächse. Sie wächst in Gruppen auf sauren, nährstoffarmen sowie humosen Böden, vorwiegend in Wäldern, Heide- und Moorlandschaften auf der Nordhalbkugel. Die Pflanze ist durch immergrünen, stark verzweigten und strauchigen Wuchs gekennzeichnet. Im Spätsommer von Ende Juli bis September reifen die Blaubeeren mit dem blauen Fruchtfleisch heran.

 

Dass die Heidelbeere sogar medizinische Wirkungen entfaltet, ist durch die Kommission E wissenschaftlich erwiesen. Bereits im Mittelalter wusste die Äbtissin Hildegard von Bingen um die Heilwirkung der blauen Beere. Die in den Heidelbeeren enthaltenen Gerbstoffe wirken stuhlbindend bei akuten Durchfällen und die bioaktiven Substanzen und Anthocyane fördern das Wohlbefinden. Sie fangen freie Radikale im Körper ab und neutralisieren diese.

Als Nahrungsmittel ist die Blaubeere optimal, denn die Kombination der Inhaltsstoffe ist sehr ausgewogen. Die Früchte enthalten zahlreiche Vitamine und Mineralien.

In der Kosmetik werden aus der Heidelbeere ein Öl bzw. ein Extrakt hergestellt. Diese enthalten viele Antioxidantien und Vitamine sowie Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren, die der Haut Feuchtigkeit spenden und die Elastizität steigern.  Sie werden  Gesichtscremes, Masken, Duschgels und anderen Kosmetikprodukten beigefügt.

Heidelbeermarmelade

Heidelbeermarmelade ist ein Brotaufstrich, der aus Früchten und Zucker hergestellt wird.

Zutaten: 1 Kilo Heidelbeeren, 600 g Gelierzucker.

Zuerst wäscht man die Beeren und lässt sie auf einem Sieb abtropfen. Anschließend gibt man sie zusammen mit dem Zucker in einen großen Topf und lässt die Masse 30 Minuten lang ziehen. Dann wird die Masse ungefähr 10 Minuten aufgekocht, solange bis sie beginnt sich anzudicken. Zum Schluss füllt man die Marmelade in sterile Gläser und verschließt diese fest.

Guten Appetit!

Frühjahr – „die Säfte steigen“

Das Frühjahr ist die natürliche Zeit der Reinigung, des Neuanfangs und des Wachstums  in der Natur. Über den Winter hat die Natur und auch der menschliche Organismus Reserven angelegt und Kraft geschöpft, um nun im Frühjahr voller Energie zu wachsen und sich zu erneuern- die Säfte steigen. Um unseren Körper in dieser Zeit der Reinigung zu unterstützen, ist eine leichte, stoffwechselanregende Ernährung wichtig. Bekannte Kräuter wie Giersch, Brennessel, Gundermann und Bärlauch helfen uns dabei. Vielleicht haben Sie Lust, bei einem Spaziergang das herrliche frische Grün zu betrachten und ein paar Wildkräuter zu sammeln.

Guten Appetit!

 

 

 

Herbstzeit ist Erntezeit

Herbstzeit ist Erntezeit

Die leuchtenden Früchte der Heckenrose, die Hagebutten, können jetzt im Herbst gesammelt werden. Die Hagebutten sind ein sehr altes Heilmittel und wurden schon im Mittelalter zur Gesunderhaltung eingesetzt. Ihr hoher Vitamin C Gehalt wirkt auf das Immunsystem stärkend und aufbauend. 100g frische Hagebutten enthalten 400-5000mg Vitamin C. Zusätzlich sind einige Fruchtsäuren und Vitamin B Komplex enthalten. Um die wirksamen Inhaltsstoffe haltbar zu machen, kann man ein Hagebutten-Mus, eine Marmelade herstellen oder einen Hagebutten-Likör ansetzen.

Pflanzenfamilie: Rosengewächse-Rosaceae

wissenschaftlicher Name: Rosa canina

verwendete Pflanzenteile: Schalen der Früchte

Inhaltsstoffe: Vitamin C, Fruchtsäuren, Vitamin B Komplex

Anwendung: Erkältungen, Vitamin C-Mangel, Stärkung des Immunsystems, Frühjahrsmüdigkeit

 

Hagebutten-Likör

Zutaten: 300g frische Hagebutten, 150g weißer Kandiszucker, 0,7 l Doppelkorn oder Wodka, 1 Zimtstange, 1 TL Koriandersamen

Zubereitung: Die Hagebutten waschen und klein schneiden. Mit den Gewürzen in eine große Flasche oder ein Schraubglas füllen und mit dem Korn übergießen. Das Gefäß verschließen und 4 Wochen an einem warmen Platz ziehen lassen. Danach den Ansatz gut filtern und in frische Flaschen abfüllen. Der Hagebutten-Likör wirkt Abwehr stärkend, verdauungsfördernd, leicht harntreibend und hilft bei Erkältungen und Gelenkschmerzen. 3 x täglich 1 TL einnehmen.

Johanniskraut – uralte Heilpflanze

Johanniskraut – uralte Heilpflanze

Johanniskraut

Johanniskraut

 

Seit Jahrtausenden schreiben die Menschen der Sonne liebenden Pflanze magische, vor bösen Einflüssen schützende Eigenschaften zu. Heute bestätigt die medizinische Forschung durch zahlreiche Studien die Wirksamkeit der Pflanze einstimmig.

Das einzigartige Zusammenspiel der Wirkstoffe ist streckenweise jedoch noch immer ein Geheimnis. Denn Johanniskraut ist bewiesenermaßen in der Lage, viele Leiden zu lindern und sogar zu heilen. Wie wirkt Johanniskraut und wofür wird es verwendet?

Johanniskraut gilt als bestes pflanzliches Mittel gegen Depressionen

Alle depressiven Verstimmungen, die auf starke psychische Belastungen (Trauer, Stress-Situationen), hormonelle Schwankungen (Pubertät, Wechseljahre), oder als Begleiterscheinungen chronischer Erkrankungen auftreten, können erfolgreich mit Johanniskraut behandelt werden.

Johanniskraut wirkt, so beweisen es die Studien, besser jedoch langsamer als chemische Antidepressiva. Es hilft, die Ursachen der Depressionen nachhaltig zu beseitigen. Auch kritische Nebenwirkungen sind selbst bei längerer Einnahme nicht aufgetreten.

Nicht nur Hyperforin, auch andere Inhaltsstoffe des Johanniskrautes sorgen dafür, dass wichtige Neurotransmitter, Botenstoffe, vermehrt im Gehirn verfügbar sind. Das hilft dabei, nicht nur psychische, sondern auch körperliche Signale von Niedergeschlagenheit zu lindern.Wer bereits andere Antidepressiva einnimmt, sollte nur in Absprache mit dem behandelten Arzt Johanniskraut einnehmen. Es könnten Wechselwirkungen mit einer Reihe anderer Medikamente auftreten.

Massagen mit Johanniskraut Öl

Sie haben bei körperlichen Leiden eine entspannende und schmerzlindernde Wirkung – das Rotöl sorgt für sanfte Wärme, bessere Durchblutung und löst Verspannungen. Bei Nacken – oder Rückenschmerzen, Zerrungen, entzündeten Nerven, Verletzungen bringen Massagen oder wärmende Umschläge mit Johanniskraut-Öl rasche Linderung.

Die beruhigende, entspannende Wirkung von Johanniskraut hilft, den Schlaf wesentlich zu verbessern, die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit zu steigern und die innere Ruhe wieder zu erlangen. Dadurch bekam es seinen Namen „Arnika der Nerven“.

Die Gerbstoffe helfen zudem, Blutungen zu stillen und Wundflächen zu verschließen. Verbrennungen heilen schneller ab und Wunden schließen sich ohne allzu auffällige Narben zu bilden.

Ayurvedisch betrachtet

Johanniskraut ist Pitta, dem Feuerelement bzw. der Sonne zugeordnet. Der Geschmack ist bitter/herb. Die thermische Potenz der Pflanze ist erhitzend, ihre Verdauungswirkung (vipaka) ist scharf. Johanniskraut wirkt Pitta erhöhend und Vata reduzierend. Vata Symptome wie Schmerzen, Schlafstörungen, Unruhe werden dadurch gelindert. Ebenso wirkt das Kraut stark medya – auf die Psyche und das Gehirn.

 

Johanniskraut Öl – Selbermachen

Jetzt, Ende Juni- Anfang Juli, das obere Kraut, ca. 4-5 cm lange Stiele mit Blüten sammeln, kurz waschen, trocken tupfen und in einem großen Glas einfüllen. Das Gefäß sollte 2/3 mit Blüten/Kraut gefüllt sein, dann ein Bio-Sonnenblumen- oder Sesamöl darüber gießen. Mit einer Kompresse das Glas abdecken und an einen sonnigen Platz stellen. Immer wieder das Kraut nach unten drücken und umrühren. Nach 4-6 Wochen den Ansatz absieben und in ein dunkles Gefäß/Glas füllen.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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